In order to bring you the best possible user experience, this site uses Javascript. If you are seeing this message, it is likely that the Javascript option in your browser is disabled. For optimal viewing of this site, please ensure that Javascript is enabled for your browser.

Tests und Untersuchungen

Tests und Untersuchungen

Tests und Untersuchungen

 

Wie wird Vorhofflimmern diagnostiziert?

In vielen Fällen kann Vorhofflimmern einfach durch Tasten des Pulses an Ihrem Handgelenk festgestellt werden, oder der Arzt hört Ihr Herz mit einem Stethoskop ab. Ist ein unregelmäßiger und oft schneller Herzschlag vorhanden, kann das bedeuten, dass Sie Vorhofflimmern haben. Die Verdachtsdiagnose auf Vorhofflimmern muss aber immer durch ein Elektrokardiogramm bestätigt werden. Im Allgemeinen sind weitere Tests zur Ermittlung möglicher Grundursachen von Vorhofflimmern erforderlich.

 

Diagnostische Tests und Untersuchungen

Elektrokardiogramm (EKG)

Dies ist der wichtigste Test für die Diagnose von Vorhofflimmern. Dieser schnelle und schmerzlose Test zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens auf der Haut auf. Dazu werden spezielle Klebe-Elektroden an Armen, Beinen und auf dem Brustkorb platziert (Abbildung 1). Ein herkömmliches Ruhe-EKG zeichnet den Herzschlag nur wenige Sekunden lang auf. Wenn während dieser Zeit kein Vorhofflimmern vorliegt, ist daher ein Herzmonitor erforderlich.

Abbildung 1. Foto eines Patienten, an dem ein EKG aufgezeichnet wird

 

Herzüberwachung

Vorhofflimmern kann bei Personen, bei denen es anfallartig und nicht ständig auftritt, schwer festzustellen sein. Eventuell muss eine Aufzeichnung mit EKG über mindestens 24 Stunden durchgeführt werden (manchmal sieben Tage oder länger). Bei diesem oft als „Langzeit-EKG“ bezeichneten Test erfolgt die Aufzeichnung mit einem kleinen Gerät und 4 auf dem Brustkorb angebrachten Klebe-Elektroden (Abbildung 2). Das Gerät lässt sich einfach unter der Kleidung tragen. Ein Krankenhausaufenthalt ist für diesen Test nicht notwendig, Sie können allen Ihren Tätigkeiten in der Regel wie gewohnt nachgehen. Ein Protokoll über Ihre Aktivitäten und etwaige Symptome, während Sie das Gerät tragen, kann sinnvoll sein. Der Test liefert Ihrem Arzt genaue Informationen über Ihren Herzrhythmus und wichtige Zusammenhänge mit Ihren Symptomen während der Aufzeichnungsphase.

Abbildung 2. Foto eines Patienten, an dem ein Langzeit-EKG aufgezeichnet wird

Eine Alternative ist die Ereignisüberwachung. Dabei wird die elektrische Aktivität Ihres Herzens nur zu bestimmten Zeiten während des Tragens aufgezeichnet. Viele Ereignismonitore besitzen eine Taste zum Starten der Aufzeichnung, wenn Sie Symptome bemerken. Solche tragbaren Ereignismonitore können über Wochen hinweg verwendet werden.

Lässt sich vermutetes Vorhofflimmern immer noch nicht erkennen, kann ein implantierbarer oder einsetzbarer Herzmonitor zur ständigen Überwachung des Herzrhythmus verwendet werden. Diese miniaturisierten Monitore werden unter der Haut des Brustkorbs platziert und können Änderungen im Herzrhythmus bis zu drei Jahre lang aufzeichnen.

Viele Menschen kaufen sich mittlerweile ihre eigenen Monitore, die sich an ein Smartphone anschließen lassen und es ermöglichen, nur den Herzrhythmus aufzuzeichnen oder ein EKG zu erfassen. Wenn Sie ein Symptom spüren, nimmt man einfach das Telefon und zeichnet ein EKG auf (Beispiel AliveCor).

 

Bluttests

Ist Vorhofflimmern diagnostiziert, werden wahrscheinlich auch einige Bluttests gemacht. Die Bluttests sind zwar für die eigentliche Diagnose von Vorhofflimmern nicht notwendig, können aber zur Klärung der Frage beitragen, warum bei Ihnen Vorhofflimmern entstanden ist, beispielsweise aufgrund von Schilddrüsenproblemen oder dem Elektrolyt-Haushalt des Körpers. Mithilfe der Bluttests kann Ihr Arzt die beste Behandlungsoption für Sie wählen.

 

Echokardiogramm

Mit einem Echokardiogramm, oft als „Echo“ oder „Ultraschall-Herz-Scan“ bezeichnet, werden Größe und Funktion des Herzens überprüft. Dieser Test ist völlig schmerzfrei und ungefährlich. Bei diesem Test untersucht eine Fachkraft (Arzt oder medizinisch-technischer Assistent) den Brustkorb mit einem Handgerät, auf das etwas Gel zur besseren Schallübertragung aufgetragen ist. Dies dient zur Untersuchung von Struktur und Funktion der Hauptkammern und Vorhöfe des Herzens, des Herzmuskels und der Herzklappen.

 

Transösophageale Echokardiographie

Ein transösophageales Echokardiogramm (TEE) dient zur Untersuchung des Herzens durch den Ösophagus (Speiseröhre vom Mund zum Magen), auch Schluck-Echo genannt. Wegen der Position des Herzens im Brustkorb kann die TEE-Untersuchung sehr detaillierte Aufschlüsse über die wichtigsten Teile des Herzens (linker Vorhof und Vorhofohr sowie umgebenden Herzmuskel und Herzklappe) bei Patienten mit Vorhofflimmern liefern. TEE ist der Goldstandard zur Erkennung von Blutgerinnseln, die sich aufgrund von Vorhofflimmern bilden können. Bei diesem Test wird ein flexibler Schlauch durch den Mund in die Speiseröhre eingeführt. Wahrscheinlich erhalten Sie Medikamente, um sich bei diesem Verfahren besser entspannen zu können.

 

 

Zusätzliche bildgebende Untersuchungen des Herzens

Je nach Ihrer Krankenakte können weitere bildgebende Untersuchungen des Herzens erforderlich sein. Eine Computertomografie oder Magmetresonanztomografie (MRT) des Herzens kann zur detaillierteren Analyse von Struktur und Funktion des Herzens herangezogen werden. Das Magnetresonanzverfahren beinhaltet im Gegensatz zu anderen bildgebenden Untersuchungen weder eine Strahlenbelastung noch ein Krebsrisiko. Die mit Computertomografie oder dem Magnetresonanzverfahren gewonnen Bilder können Anhaltspunkte zur Behandlung von Vorhofflimmern liefern. Dazu gehört die Erkennung der Ursachen von Vorhofflimmern sowie die Planung und Orientierung von Katheterablationsverfahren. Diese Bilder lassen sich im Rahmen einer elektrophysiologischen Untersuchung mit intrakardialen Elektrogrammen kombinieren, um detaillierte elektrophysiologische Erkenntnisse zu erhalten.

 

Stresstest (Belastungstest)

Manche Ursachen oder Folgen von Vorhofflimmern lassen sich einfacher diagnostizieren, wenn das Herz hart arbeitet und schnell schlägt. Ein solcher Stresstest kann durch physische oder pharmakologische Stimulation des Herzens durchgeführt werden. Ob die Untersuchung Ihres Herzens mit EKG, Echokardiogramm, MRT oder einer anderen Methode erfolgt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab.